just curious

Standing Desk Experiment

Max probiert Dinge aus – Episode drölf. Dieses Mal: Im Stehen arbeiten.

Seit einigen Jahren bin ich immer wieder über Blogbeiträge gestolpert von Personen, die ihren Schreibtisch soweit umgebaut haben, dass sie im Stehen arbeiten können. Die Motivation dahinter war oft sehr unterschiedlich: Produktivität, Gesundheit und Auchmalausprobieren.

Vor drei Tagen und viel zu viel Sitzen den ganzen Tag über, hab ich es dann auch mal probiert. Mehr aus reinem Interesse denn fundierten Beweggründen. Hier meine ersten Erfahrungen.

Standing Desk

Kartons, Bücher und Trinkspiele

Die kniffligste Aufgabe, war es Bildschirm und Tastatur auf ein angenehmes Level zu bringen. Richtige Stehschreibtische sind zu teuer und es ist ja auch erstmal nur ein Versuch. Also Kartons und Bücher solange gestapelt, bis die Arme locker sind und man nicht nach unten auf den Bildschirm schauen muss. Das Ergebnis hält für den Moment, dennoch baue ich es jeden Tag, wenn ich länger nicht dran arbeite, wieder ab. Sollte ich mich entscheiden, längerfristig so zu arbeiten, dann muss da aber definitiv noch eine stabilere Lösung her.

Stehvermögen

Es geht sehr in die Beine. Die ersten Tage musste ich mich alle paar Stunde mal hinsetzen und bin oft auch eine Runde durchs Zimmer gegangen oder habe mir den siebten Kaffee geholt. Eigentlich auch eine willkommene Abwechslung. Subjektiv aber hat sich meine allgemeine Körperhaltung aber verbessert. Ein schöner Nebeneffekt.

Produktivität

Wie immer, wenn man etwas neues zum Ausprobieren hat: Die ersten Stunden sind immer super. Die Ernüchterung folgt recht schnell: Man kann auch im Stehen prokrastinieren. Gefühlt arbeite ich jetzt aber mehr in längeren Blöcken. Sprich, erst A fertig machen, dann Ablenken und irgendetwas anderes machen, dann B machen. Vor allem das Verlangen, einfach mal eine Serie nebenzu anzuschauen ist ziemlich zurückgegangen.

Was eher schwerlich geht, wenn man längere Texte einfach nur lesen muss. Da heißt es dann eher, Notebook abstöpseln und aufs Sofa setzen. Das kann ich sogar soweit verallgemeinern, dass ich eigentlich am Schreibtisch mittlerweile fast zu 90% wirklich arbeite. Entertainment passiert jetzt wesentlich mehr auf dem Sofa.

Unschlagbarer Vorteil: Man kann neben dem Arbeiten durchs Zimmer tanzen.

Ich halte euch auf dem Laufenden, wie sich das auf lange Sicht so macht.

→ Shut Up And Play The Hits

if it’s a funeral…
let’s have the best funeral ever.

Eine Dokumentation über LCD Soundsystem und ihr letztes Konzert.

Stylus und CoffeeScript

Entwickler sind bequem und schreiben sich lieber ein kleines Script oder Programm, ehe sie einen Task manuell ein Dutzend mal ausführen.

Für Web(-frontend-)entwickler gilt das genauso. Hier hat sich insbesondere in den letzten beiden Jahren einiges getan: Präprozessoren für CSS und CoffeeScript. Ich bin erst vor einigen Wochen dazu übergegangen, beides zu nutzen und aus meiner Sicht lohnt sich der – ohnehin geringe – Aufwand zum Einstieg. Die Zeit zum Schreiben von CSS und JS hat sich merklich verkürzt. Anpassungen gehen schneller von der Hand. Der Artikel gibt selbstverständlich nur einen kleinen Einblick in den Funktionsumfang.

CSS-Präprozessor: Stylus

Neben den Wegbereitern LESS und SASS, habe ich persönlich am meisten Gefallen an Stylus gefunden. Alle drei sind Präprozessoren für CSS und erweitern es um äußerst praktische Funktionen. Eine wichtige Eigenschaft: alle Möglichkeiten sind optional. Es ist auch möglich ganz normales CSS durch den jeweiligen Präprozessor jagen. Ich konzentriere mich im Folgenden auf die Eigenschaften von Stylus.

Die Syntax ändert sich nur minimal: Das Verschachteln von Elementen wird wesentlich vereinfacht. Zudem ist möglich, ohne Klammern zu arbeiten und stattdessen über die Einrückung zu steuern, was wozu gehört.

Mit Variablen, Mixins und @extend ist es möglich den eigenen CSS-Code wesentlich besser zu abstrahieren und muss elementare Eigenschaften nur einmalig festlegen. So kann man beispielsweise sicher gehen, dass man bei einer Änderung der Link-Farbe keine CSS-Regel übersehen hat oder sich Mixins anlegen, die Vendor-Prefixe automatisch hinzufügen.

JavaScript-Aufsatz: CoffeeScript

CoffeeScript ist eine eigene Sprache, die sich selbst aber zu 100% in JavaScript übersetzt und lediglich das Schreiben von JavaScript vereinfachen will.

Bei CoffeeScript geht es mehr um syntaktischen Zucker, um eine Vereinfachung der Syntax. So können einfache Funktionen wesentlich prägnanter geschrieben werden oder das Initialisieren von Variablen automatisch übernommen werden.

Sehr großer Pluspunkt: Der produzierte Code ist lesbar.

Anwendung im täglichen Entwicklerleben

Beide, Stylus und CoffeeScript, müssen ans Werk gehen, eher die Daten an den User geliefert werden. Dafür gibt es zwei Wege: Entweder lokal die Dateien verarbeiten und das Endresultat auf den Server schieben, oder diesen Prozess auf dem Server erledigen lassen.

Da ich persönlich erst auf meiner lokalen Entwicklungsumgebung teste und dann alles auf den live-Server schiebe, lade ich die fertigen CSS & JS Dateien einfach per FTP hoch.

Verwendung

Stylus & CoffeeScript sind beide als Module für node.js am Start und erforden auch dementsprechend einen node.js-Server. Wichtig, falls man die Generierung der Dateien gerne remote abfeiern möchte.

Für die lokale Umgebung gibt es zwei angenehme Alternativen, welche die Nutzung sehr vereinfachen:

  • Persönlich nutze ich am Mac mit CodeKit eine GUI-Programm, dass die Verwaltung der verschiedenen Präprozesoren sehr angenehm löst und bei jedem Speichervorgang die Dateien neu verarbeitet.
  • Eine Alternative (die es auch bald für Windows gibt) ist LiveReload, das geht soweit, dass es – wahlweise über JavaScript oder Browserengine – auch direkt die Seite aktualisiert.

Version 3

Ich glaube ein neues Layout tut dem Blog hier gut. Mehr Luft und Konzentration aufs Wesentliche. Als Sahnehäubchen gibt es jetzt “Link Posts”. Und auch inhaltlich tut sich einiges: mehr ernsthaftes Zeug. Aber das zeigt sich in den nächsten Wochen.

Nerd-Krams (Technikbla.)

“Alles raus, was keine Miete zahlt.”

In diesem Sinne flogen 90% der Plugins raus, unangetastet bleibt aber WordPress als Grundsystem dieses Blogs.

Die Gestaltung habe ich als Challenge gesehen, ein vollständiges WordPress-Template umzusetzen, ohne auf Frameworks oder bestehende Themes zurückzugreifen. Obwohl wenn es mir das roots Template in letzter Zeit sehr angetan hat.

Interessant bei der Entwicklung des Tempaltes war es, von Beginn an auch auf eine ansprechende Mobil-Version mittels @media-Queries zu achten. Mobile first und Responsive – Mit diesem Design könnte ich so manches Bullshit-Bingo gewinnen.

Link Posts

Eine Idee, die mir zuerst bei Tumblr und jetzt auch bei immer mehr normalen Blogs über den Weg lief (z.B. Daring Fireball): Postings deren Titel auf eine andere Seite verlinken und der Inhalt ein Kommentar dazu ist. Diese Posts sind übrigens generell nicht kommentierbar.

(Für die Techniker: Ein fest-definiertes Custom-Field steuert die URL des Links und ist so auch Identifizierung von Link-Posts. Im Template und im RSS-Feed wird die Ausgabe dann modifiziert, um eine einfachere visuelle Wahrnehmung zu ermöglichen.)

 
Ich mag das Ergebnis.

Raubkopieren, Konzerte und Spotify

Spotify

Ich höre viel Musik. Definitiv mehr als mal als Durchschnittsstudent bezahlen könnte. Aber mal ehrlich: Die Hürde, in ein Album mal reinzuhören ist technisch höher als es (illegal) herunterzuladen. Eine 90 Sekunden-Vorschau ist ganz nett, aber nicht vergleichbar damit ein Album mal ganz durchlaufen zu lassen. Auf Youtube kann man sich das Musikvideo dazu anschauen. Oh wait, ich lebe ja in Deutschland.

Wenn ich MP3s kaufe, dann geht es mir in dem Moment schon nicht mehr darum, die Musik zu “besitzen” – sondern viel mehr, den Künstler zu unterstützen. Musik bedeutet mir einiges, deswegen gibt es eine Handvoll Künstler von denen ich mir jedes Album kaufe. Oder für die spontan Unterstützung neuer Bands: Bandcamp. Viel interessanter sind für mich Konzerte und Festivals: Immer ein geniales Erlebnis inklusive leichtem Tinitus danach, so als kleines Andenken für den nächsten Tag. Gefühlt verdoppelt sich jedes Jahr die Anzahl der Konzerte, die ich besuche. Den Ticketpreis zahle ich gerne, auch wenn Festivals langsam Luxus werden.

Im Alltag will ich Musik hören und mir keine Gedanken drüber machen müssen, ob ich ein Album kaufe oder nur einzelne Tracks. Und am liebsten will ich überall alles hören können. So geht es vermutlich vielen. Dabei gibt’s dafür sogar eine ziemlich gute Lösung: Spotify. Man kann nahezu alles streamen und es gibt vernünftige Desktop und iPhone Apps, die auch iTunes mit berücksichtigt. Vor allem aber die Social-Features sind ziemlich gut: Ganz einfach Freunden Tracks schicken und gemeinsam Playlist austauschen. Wesentlich angenehmer als Dropbox zum sharen zu benutzen, was dann meist damit endet, dass man alles doppelt und dreifach hat.

Und was ich eigentlich sagen will: Spotify ist wirklich so gut, wie es rüberkommt. Der Aufwand mit Proxy & US-Paypal lohnt sich. Und die 10 Dollar im Monat sind es mir wert. Vergleichbare deutsche Angebote habe ich mir nie ernsthaft angeschaut. Was man so liest, ist das auch nicht nötig. Bleibt zu hoffen, dass es Spotify auch irgendwann regulär nach Deutschland schafft.

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