just curious

Wake Up!

Erst wenn Twitter kostenpflichtig ist, wenn das Netz mehr Strassenschilder hat als die Landshuter Allee, wenn Facebook deine Daten hergibt, wenn deine Partybilder die neue Kampagne von Tchibo leiten, wenn Bild die Leser-Volksüberwachung eingeführt hat, wenn Schäuble die Bundeswehr zur Terrorprävention in dein Wohnzimmer schickt ….
Erst dann, ja erst dann wirst du leider aus dem Alptraum völlig aufgelöst aufwachen und dir darüber mal Gedanken machen.

iPhone – Fazit nach den ersten Wochen

Ich hab aufgegeben. Und mir nach monatelanger Überlegung und Warten auf die nächste Version des iPhones, endlich eines zugelegt. Lange hab ich überlegt und alle Optionen mit Italien-Urlaub und ähnlichem durchgespielt, aber letztlich dann doch bei T-Mobile eine iPhone mit Complete120-Vertrag zugelegt. Dank Studentenrabatt ist der Preis auch halbwegs vertretbar.

Einer der Gründe weshalb ich so lange gewartet habe, waren die 32 GB. Schließlich soll es mir als iPod-Ersatz dienen. Jetzt alles in einem Gerät statt zweien. Und bis jetzt bin ich echt zufrieden damit. Dass Telefon funktioniert zuverlässig, die Apps sind soweit auch ganz schick. Und als äußerst internet-affiner Mensch, da braucht man einfach ein Smartphone.

Aber es gibt auch noch einige Schwachstellen, die mir in den ersten Wochen aufgefallen sind. Allen voran der schwache Akku: Erst nachdem ich das Gerät neu aufgesetzt hatte und verschiedene Dienste (WLAN und Ortungsdienst – wenn mans braucht, kann man es ja problemlos und schnell wieder aktivieren) abgeschaltet hatte, war die Akkulaufzeit zufriedenstellend.

Die Apps sind super: Mein absoluten Favoriten sind im Moment Facebook, Beejived IM (mit Push), TweetDeck, Evernote und das Spiel meiner Jugend: WORMS. Ich muss gestehen, dass ich nicht gedacht hätte, wieder so gerne zu Daddeln. Auf Monkey Island warte ich noch bis nach den Klausuren.

Das neue Gerät war auch mal wieder eine ganz gute Gelegenheit um den digitalen Verhau aufzuräumen: Kontakte ausmisten, Postfächer neu gliedern und endlich mal konsequent den Kalender verwenden. Google sei Dank ging die Einrichtung ohne größere Probleme ab, auch wenn man GMail besser manuell als über die Voreinstellung einrichten. Dann klappts auch mit dem Archivieren und beliebiger Absender-Adresse.

Die Kamera macht bei gutem Licht auch ganz gute Fotos und Videos. Aber ein Fotolicht – naja, das wäre doch auch ganz nett. Dann kann man endlich auch noch die Kompaktkamera daheim lassen.

Was im Vergleich zum iPod aber definitv fehlt, ist die Option das iPhone als Volume zu verwenden. Mittlerweile gibt es zwar von Apple mit iDisk eine App mit der man eine mobile Festplatte emulieren kann, aber die funktioniert nur, wenn man eine kostenpflichtige MobileMe-Mitgliedschaft hat. Als Windows-User ist das leider recht unattraktiv. Deswegen nutze ich im Moment noch Files lite für kleinere Datentransporte von A nach B.

Noch ein paar Feststellungen nach den ersten Wochen iPhone:

  • Im Landscape-Modus tippt es sich meist einfacher
  • Wenn das iPhone gesperrt ist, dann kann man über doppeltes Drücken des Home-Buttons direkt den iPod steuern ohne sich durch die App zu manövrieren
  • Ein gelegentlicher Neustart hilft der Performance ungemein (Kommt da noch etwas Optimierung mit der OS3.1 nach, Apple?)

Mal sehen was die nächsten Wochen noch so alles über das iPhone offenbaren. Wenn jemand Empfehlungen dazu hat, immer her damit.

Überübermorgen gibts Netzsperren zum Frühstück

Am 10. Juli hat auch der Bundesrat das Gesetz zu Web-Sperren im Kampf gegen Kinderpornographie im Internet gebilligt. Trotz über 130.000 Mitzeichnern in der ePetition gegen dieses Gesetz, tritt es jetzt am 1. August in Kraft und droht zu mindest ansatzweise die Meinungsfreiheit in Deutschland zu untergraben.

Dabei ist das Vorhaben, Kinder zu schützen, aller Ehren wert. Aber warum will die Bundesregierung den Zugang nur “zustellen” anstatt die Seiten direkt löschen zu lassen. Dass solche Angebote fast live von Webhostern abgeschaltet werden, wenn diese darauf hingewiesen werden, hat die Aktion das AK Zensur gezeigt: Mit einfachen eMails haben sie erreicht, dass 60 derartige Webangebot innerhalb von 12 Stunden vom Netz genommen wurden – und das auf Servern weltweit, denn Kinderpornographie ist in den meisten Ländern der Welt geächtet. Auch in Inden, gell Frau von der Leihen?! Die gesamte Aktion hat unserer Familienministerin den überaus treffenden  “Zensursula” eingebracht.

Geht es nach der Bundesregierung, bleiben diese Inhalte erstmal im Netz und nur die direkte Weg zu diesem Webangebot wird versperrt. Der Schleichweg hintenrum bleibt offen und das dauert nur 27 Sekunden diesen ein für alle Mal einzurichten. Denn nur die Internetprovider schalten den vom BKA angegebenen Adressen eine Umleitung vor, die sie auf eine schöne Stopp-Schild-Seite bringt. Aber man muss gar nicht den Weg den der Internetprovider vorgibt gehen.

Lässt man die Kinderpornographie-Thematik außen vor, so wurde mit diesem Gesetz die Möglichkeit geschaffen, im Internet zu sperren, was immer dem BKA in den Sinn kommt. Denn alleine das BKA entscheidet alleine, was gesperrt wird. Von Gewaltenteilung und Kontrolle der Staatsorgane untereinander ist hier nicht mehr viel übrig. Und schon schreien auch die ersten Vertreter der Contentanbieter, allen voran die Musik-Industrie, danach, dass sie diese Möglichkeit auch gerne in Anspruch nehmen wollen. Die Sperrung von Webseiten mit rechtsradikalem Inhalt ist natürlich ebenfalls aller Ehren wert, aber doch bitte auch die Löschen statt Sperren. Dafür gibt es schon jetzt genug rechtliche Handhabe in dem “Rechtsfreien Raum”, wie Politiker (aus Unwissenheit?) das Internet so gerne nennen.

Man könnte noch sehr viel zu diesem Thema schreiben, ich denke dass auch mittlerweile genug traditionelle Medien diese Themen aufgegriffen haben und einige vernünftige das auch objektiv betrachtet haben.  

So traurig und ernst das Thema auch ist, hier noch das Zensursula-Anthem für wenigstens ein bisschen Heiterkeit.

Frequency – Ich komme!

frequency Banner
Yay! Die Festivalsaison läuft dieses Jahr doch nicht an mir vorbei. Nachdem ich dieses Jahr die Rock-Im-Park-Tradition schon nicht fortsetzen konnte, gehts dieses Jahr ins Ausland. Seit gestern habe ich die Tickets für das Frequency-Festival in St. Pölten bei Wien gekauft. (Der veranstaltende Radiosender FM4 ist übrigens mit das beste, was es über dieses klassische Medium noch gibt. Absolute Hörempfehlung!)

Von 20. bis 22. August freue ich mich vor allem auf Radiohead, 2ManyDjs, Rise Against, Ska-P, Peter Fox, Editors, Jet und eigentlich so viele mehr. Wird wahrscheinlich wieder problematisch alle unter einen Hut zu bekommen ;)

Interessant wird auch das Konzept von getrenntem Night- und Day-Park beim Frequency sein: zwei verschiedene Bereiche, die mit einem Pendelbus verbunden sind. Einer für die großen klassischen Acts und einer insbesondere für die DJ-Sets und Club-Acts. Wird interessant, wenn nach dem Headliner 50.000 Menschen mit dem Pendelbus fahren wollen. Erhält immerhin die Spannung und Vorfreude darauf :D

I’m somewhat excited!

Gast-Posting: Neues auf die Ohren

Wer frische Musik im Web sucht, der darf sich drüben bei Got something for you! meinen Gastbeitrag zu Musikwebseiten mit kostenlosen MP3-Downloads durchlesen.  Unter anderem stelle ich Last.FM, Jamendo, Tonspion, Stereogum und meinen Allzeit-Favorit The Hype Machine vor.

Lese-Befehl! Neues auf die Ohren

Achja, ich lebe noch.

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