just curious

Google+

Ich bin geflasht. Die technischen Details und Facebook-Killer Einschätzungen überlasse ich den Tech-Blogs. Google+ ist durchdacht und steckt voller Funktionen, die einem erst so wirklich klar werden, wenn man in anderen Google Diensten unterwegs ist.
Endlich hat es Google auch mal geschafft, etwas optisch wirklich ansprechend und ausgereiftes auf den Markt zu werfen. Dass alle anderen Apps ebenfalls ein neues Aussehen erhalten ist der beste Nebeneffekt. Danke Andy Hertzfeld.

Kommentarlos

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Blog = Kommentare?

“Tagebuch” und “Kommentare” – Das ist der erste Definitionsversuch zu Blogs. Das zumindest keiner der bekannteren Blogs ein wirkliches Tagebuch ist, mag sogar positiv sein. Aber dass man auf einem Blog kommentieren kann, hat zu mindest gestimmt. Nicht zuletzt der Erfolg von Blogs war Grund genug für viele Webportale auch sowas zu machen. Teils mit abstrusen Öffnungszeiten.

Gestern hat jetzt der Stylespion seine Kommentarfunktion abgestellt. Das ist der erste größere deutsche Blog, von dem ich das mitbekommen hab. In den USA ist das bei bekannteren Bloggern wie schon fast wieder ein alter Hut, Seth Godin hat seine Kommentare schon 2006 eingestellt. Interessant ist es aber allemal, auch wie sich das alles weiterentwickeln wird. Die Blogger erreicht man jetzt meist nur noch über Facebook und Twitter.

“Zurück ins Web1.0”

– Einer der ersten Kommentare, wenn man sich die Facebook-Seite von Stylespion ansieht. Und sicher auch von vielen Bloggern geteilt. Man kann eigentlich drauf warten, wie lange es dauert bis die Sau durchs gesamte Bloggerdorf getrieben wird.
Aber nimmt man es mal genau, haben Kommentare ihren Zenith in vielen Fällen schon überschritten. Über Twitter und Facebook kommen meist wesentlich mehr Reaktionen. Und der Spam ist besser handlebar als auf dem eigenen Blog. Und nein, Askimet hilft nur bei Maschinen-Spam. Der menschliche ist aber meist noch viel schlimmer.
Was bleibt da noch für den gemeinen Blogger und Interessierten?

Antwort-Postings

Wenn ein Blogger wirklich was zu einem anderen zu sagen hatte, dann wurde das ja schon immer in getrennten Blogpostings erledigt. Das war auch mal die Idee der ersten Entwickler von Blogs und die Technik ist auch bekannt als Pingback. Dass nur wenige überhaupt etwas mit diesem Begriff anfangen können, ist an sich schon schade.

Lass uns mal drüber reden.

“Aber ich will doch drüber diskutieren mit allen, die das lesen.” – Dann entweder bei Facebook sein Glück versuchen oder das ganze auf 140 Zeichen eindampfen. Schadet oftmals nicht. Achja, meine Kommentare sind noch offen.

Photo by Tommy Ironic (CC-BY-NC)

Online-Gruppenarbeit mit TeamApart

teramapartlogo

Mancher kennt vielleicht die Situation: Man arbeitet mit mehreren Leuten verteilt an einem Projekt. Sprich man befindet sich eben nicht in einem Büro, wo man sich mal eben zusammensetzen kann.

Beim Telefonieren ist schwer den Leuten etwas visuell verständlich zu machen. Ewiges Mail-Schreiben ist nur selten sinnvoll. Meistens gibt es hinterher mehr Fragen als zuvor.

TeamApart bietet in solchen Situationen eine gute Mischung an. Mehrere Leute können hier in verschiedenen Formen kommunizieren. Im Prinzip ersetzt dieses Webtool die Kombination Skype + Google Docs.

Um TeamApart zu benutzen reicht es den Link an die anderen Teilnehmer zu übergeben. Ohne Anmeldung können sich Gäste direkt einklinken.Am besten mit Webcam und Mikrofon, für die bestmögliche Kommunikation. Für alle ohne diese Möglichkeit existiert auch ein Text-Chat.

Auf der rechten Bildschirmhälfte gibt es die Möglichkeit gemeinsam auf Whiteboards oder Dokumenten zu arbeiten. Auch Bilder und Office-Dokumente können hochgeladen, anderen bereitgestellt und so gemeinsam besprochen werden. Dokumente können wieder verworfen und neu angelegt werden. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit sich die entstandenen Dokumente herunterzuladen.

teamapart

Einzige Feature, das die kostenpflichtige Pro-Version der kostenlosen Variante voraus hat: Screen Sharing. Hier ist es dann möglich sein gesamten Desktop für die anderen Nutzer sichtbar zu machen. Ein ähnliches Feature hat auch Skype in der neuesten Version bekommen, allerdings traten zumindest bei mir häufige Aussetzer und Verbindungsabbrüche auf.

Zum Registrieren benötigt Ihr im Moment noch einen Invitation-Code. Google ist hier euer Freund.

Anderen Leuten beim Activity spielen zu schauen

Ist nicht mehr ganz so frisch und geht schon seit Tagen durchs Web. Aber IKEA hat neben seinem Werbespot im TV mit dem verheißungsvollen Slogan “Warte bis September” auch eine Internet-Kampagne dazu. Das ganze ist eine Art Live-Show. Der Hauptdarsteller lebt in einer kargen Wohnung – (noch) ohne Möbel – und geht dort ganz normalen Beschäftigungen nach. Er sieht fern, isst, lädt Freunde ein, etc. Das besondere daran ist, dass man Nils (so heißt der Hauptdarsteller) anrufen kann oder ihm einen Brief oder eine eMail schicken kann. Live! Sogar twittern kann man ihn.

Nils spielt Activity

Momentan hat Nils gerade 3 Freunde da und sie spielen nicht Wii oder so, sondern ganz klassisch Activity. Mal sehen, ob das zum neuen Trend wird. Schließlich steht ja IKEA – die Möbelmarke mit dem apple-like-Coolnessfaktor – dahinter. Live zu sehen unter warte-bis-september.de.

Die Idee dahinter ist schonmal sehr genial unterhaltsam. Und teilweise ist es wesentlich unterhaltsamer als das öde Mittwoch Abend Fernsehprogramm.

Und für alle, die es nicht ganz verstehen: Im September gibts den neuen Ikea Katalog. Für alle, die nicht so lange warten können/wollen: Bereits jetzt kann man im Web einen Blick darauf werfen.