24. November '10 – Allgemeines –
Seien wir doch mal ehrlich: Bestimmt die Hälfte unseres Internet-Lebens spielt sich auf Facebook ab. Für den 08/15 Nutzer ist es bestimmt schon zum einzigen aktiven Social Network geworden. Die meisten haben noch irgendwo Account-Leichen bei SonstwasVZ und Lokalisten.
Je mehr sich Facebook als Platzhirsch und Universallösung ausbreite, desto interessanter werden die Nischen-Netzwerke. Twitter ist in seiner Reinform nicht mehr als Text. Multimedia kam doch erst durch Twitpic und die neue Webseite so wirklich dazu. Aber die eigentliche Funktion, Kurznachrichten im Web zur Halböffentlichen Kommunikation mit anderen zu nutzen, beherrscht Twitter wie keine andere Plattform.
Ich bin auf last.fm, weil ich dort zum einen eine riesigen Informationsgehalt für Musik habe und zum anderen als daten-verliebter Nerd mir meine Hörgewohntheiten anschauen kann. Wirklich social nutze ich das ganze nicht, mehr als Datenpool.
Seit kurzem begeistert mich Instagram, sozusagen Twitter für Fotos. Alles dreht sich um Bilder und die Retro-Effekte mit denen jeder versucht sich von den Übermengen an digitalen Bilddokumenten abzusetzen. Statt Texte mit Bildern zu versehen, geht es hier nur drum Fotos zu machen, Geo-Markierung anhängen und posten. Schade nur, dass es im Moment nur die iPhone-App gibt. Mit Webseite und anderen Smartphone Plattformen hätte die Idee riesige Chancen. Bleibt die Hoffnung, dass es irgendwann soweit ist.
So entsteht nur das Problem, alle Netzwerke ausreichend mit seinem eigenen Leben zu füllen. Twitter und Facebook haben es soweit geschafft, immer in einem Browser-Tab oder als App geöffnet zu sein. Aber irgendwann wirds unübersichtlich. Spätestens wenn es daran geht, Informationen wieder zu finden, die man schonmal irgendwo gesehen hat – nur wo?
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