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Die verschiedenen ÖPNV-MP3-Player-Typen

Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es um die öffentlichen Verkehrsmittel und deren Fahrgäste. Ich selbst bin jahrelanger und oftmals leidgeprüfter S-Bahn- und U-Bahn-Fahrer und meistens mit meinem iPod unterwegs. Schon oft sind mir verschiedene Typen von MP3-Player-Benutzern aufgefallen.

  1. Die Heimlichen
    Es gibt die Leute, die ständig in oder an ihren Hosentaschen rumfuhrwerken oder sich ständig selbst in die Seite boxen. Untersuchungen haben herausgefunden, dass sie nicht irgendwelchen schweinischen Dinge machen oder sich selbst geißeln, sondern dass sie nur versuchen, die verdammte Vorspul-Taste blind zu treffen.
    Warum sie sich das aber sogar im Sitzen antun, wenn man ehh nur schwer an die Hosentaschen kommt und die Gefahr sämtliche andere Knöpfe neben dem Gewünschten zu treffen nahezu überwältigend groß ist, ist der Wissenschaft bis heute ein Rätsel.
    Insofern der Beobachter die Sachlage erkennt, sieht teils skurrile Akrobatik und kann sich so manches Lächeln nicht verkneifen. Insbesondere, wenn das Gesicht des Gegenüber preisgibt, dass er jetzt schon wieder die falsche Taste getroffen hat.
    Vor allem ältere Mitmenschen neigen aber eher dazu, die Lage falsch einzuschätzen und blicken teils entsetzt oder verwirrt zu den Typen, die immer noch wie bescheuert an ihrere Hose rumdrücken
  2. Die Poser
    Das krasse Gegenteil zum Heimlichen. Diese Gattung der mobilen Musikhörerschaft nutzt vorzugsweise Mobiltelefone, wie das iPhone, oder andere MP3-Player, die einen Mehrwert bieten, bspw. iPod Touch.
    Man erkennt sie daran, dass sie ihr liebstes Stück ihren musikalischen Begleiter immer in der Hand halten. Es ist unklar, ob sie Angst haben, man könnte es Ihnen wegnehmen oder ob sie gerne zeigen was sie haben. Frimeleien und nervöses Rumgedrücke lassen hier auf andere Gründe schließen.
    In dieser Gattung kommt sehr häufig die Art der Weiter-Drücker vor. Diese besonderen Exemplare zeichnen sich durch das starke Bedürfnis aus, spätestens nach 20 Sekunden in den Genuss eines anderen musikalischen Ereignisses zu kommen. Dementsprechend dick ist die Hornhaut zu meist am Daumen und dementsprechnd abgenutzt ist auch die Vorspulen-Taste.
    Leider können sie auch oftmals die Lautstärke nicht mehr richtig einschätzen und hören – meist zum Leidwesen der anderen – so laut Musik, dass man auch beim Schaffner in der Kabine noch den Bass erahnen kann.
  3. Die Normalen
    Die ganz einfach auf einer akzeptablen Stufe Musik hören, für etwaige Eingriffe in die morgentlich nicht ganz optimal zusammengestellte Playlist, den Player auch mal aus der Tasche nehmen und selbigen nach der Korrektur wieder dort verschwinden lassen und genüsslich auf ihrem Weg in Arbeit, Schule, Uni, wasauchimmer weiter Musik hören.

Ich zähle mich übrigens zu letzteren.

Sprich!