6. Oktober '08 – Allgemeines –
Seit knapp 24. Stunden ist sie vorbei. Die 175. Wiesn. Und ich war dabei – beim ersten und beim letzten Prost.
Bilanz
Insgesamt war ich 6 Mal da (und einmal auf dem ZLF). Dabei hab ich ungefähr 2 ganze Hendl, 3 Radler, ~19 Maß, ne halbe Flasche Champagner, 2 Lebkuchenherzen, 200 gr. gebrannte Mandeln und 3 Wurschtsemmeln konsumiert (wer bietet mehr?). Eher ein Rückgang im Vergleich zu letztem Jahr, aber das war ja anscheinend generell so. Des meiste hab ich wohl im Schottenhammel verbraucht, wobei dieses Jahr so abwechslungsreich war wie noch keines, was die Zelte betrifft: Armbrustschützen, Ochensenbraterei, Augustiner, Hippodrom, Bräurosl und natürlich Schottenhammel (bleibt mein Favourite). Gefahren bin ich gar nix, nur durchs Psychedelic gelaufen.
Stimmung
Ich muss eingestehen, dass “So a Schöner Tag” doch der Wiesn-Hit geworden ist. Eine klare Reihenfolge hab ich nicht, aber “Allee” (bzw. “Moschee” in unserer Version), “Angels” (der Klassiker spät nachts), “Das Rote Pferd” (erinnert mich irgendwie an vergangen Fasching) und allen voran “Joana, du geile Sau” waren immer wieder schön zum mitgröhlen. Vor allem beim Betriebsausflug
Stimmungstechnisch ist einfach der Schottenhammel ungeschlagen – vor allem gestern Abend wars wieder ein Genuß beim Abschied dabei zu sein. Wobei ich irgendwie das Gefühl bekomme, dass am letzten Wiesn-Sonntag die Quote unserer homosexuellen Mitmenschen unverhältnismäßig hoch ist, als normal. Aber bei der Inneneinrichtung und beim Personal im Biergarten könnte man noch etwas investieren, wirkt ziemlich düster. Augustiner und Bräurosl sind irgendwie ziemliche “leise” Zelte. Da muss man teilweise schon angestrengt hinhören um das Lied zu erkennen.
Das Hippodrom ist eine Geschichte für sich. Das Essen ist zwar echt lecker, aber wenn freitags um halb 10 Uhr abends noch die Mehrheit der Leute am Tisch sitzt, statt auf den Bänken zu stehen, dann kann man das schon “äußerst ungewöhnlich” und irgendwie befremdlich nennen.
Aufreger #2
Nach der “netten” Bedienung in der Ochsenbraterei, hatten wir gestern im Biergarten des Schottenhammel, einen ziemlich lahmen Kellner. Erstmal hat er sich ewig nicht blicken lassen und uns dann bestimmt ne Stunde auf Hendl warten lassen (das Bier kam immerhin einigermaßen schnell). Wir waren schon kurz davor aufzustehen und uns anderweitig zu versorgen.
Security
Irgendwie hab ich mich dieses Jahr mit gar keinem Securitymenschen auseinandersetzen müssen – nicht mal um reinzukommen. Im Gegenteil: Gestern Abend haben die im Schottenhammel den Reservierungseingang aufgemacht, während alle anderen Eingängen geschlossen waren. Ein absolutes Novum, normalerweise schicken die einen hinten gleich wieder raus.
Letzte Spuren
Die Wiesn hinterlässt wie gewohnt ein großes Loch in meinem Geldbeutel und die Erkenntnis, dass Champagner sich definitiv nicht mit Bier verträgt. Zu mindest nicht in wiesn-affinen Mengen. Immerhin hab ich es ohne körperliche Blessuren überstanden, aber das ein oder andere Kätzchen kam leider doch zum Vorschein (fast 2 Tage Kater, schaff ich echt nur selten). Jetzt geht die Lederhosen wieder in die Reinigung, das Trachtenhemd dreht eine Extrarunde in der Waschmaschine, die Schuhe werden geputzt und dann ist wieder alles wie vorher. Zu mindest für die nächsten 347 Tage.